Bentheimer Schweinchen

Das Bentheimer Schwein hat eine lange Geschichte welche Mitte des 19. Jahrhunderts anfängt. Neben den vorherrschenden weißen Landschweinrassen war die Haltung bunter und gescheckter Rassen beliebt. Das Bunte Bentheimer Schwein war eine fruchtbare, genügsame, stressresistente und anspruchslose Schweinerasse mit guten Muttereigenschaften. Die Ferkel ließen sich aufgrund der guten Fleischqualität – und nicht zuletzt auch wegen der Scheckung – auf den Märkten gut verkaufen.

Doch was geschah das diese Schweinerasse nun gefährdet ist?

Grund war die Zeit des Wirtschaftswunders in Deutschland mit dem sich auch die Essensgewohnheit geändert hat, man wollte mageres Fleisch welches das Bentheimer Schwein mit seinem dafür unpassenden "Fett-Fleisch-Verhältnis" nicht bieten konnte. Somit wurden immer mehr Wirtschaftlich passendere Rassen gehalten und das Bentheimer Schwein viel somit weit in Vergessenheit. Letztendlich blieb nur gut 1 Züchter aus der Grafschaft Bentheim übrig bis es letzendlich  1995 von der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen (GEH) zur „Gefährdeten Nutztierrasse des Jahres“ erklärt wurde.

Bentheimer Schweine heute?

Heutzutage wird das Bentheimer Schwein wieder vermehrt gezüchtet und hat sich mitunter in der Gastronomie zum sogenannten "Slow Food" eingeordnet. Dieser Begriff ist geprägt als genussvolles, bewusstes und regionales Essen sodass der Genuss und die Qualität im Vordergrund stehen, denn wie heißt es so schön: "Was gut Ding will Weile haben"

Kommen wir zum Fleisch!

Es ist ein zartes Fleisch mit würzigem Geschmack der Magerwiesen und einer herzhaften saftigen Speckschicht. Kurzum es schmeckt mehr, es schmeckt tiefer und es schmeckt breiter. Das Fleisch hat eine völlig andere Struktur, ist zarter und zugleich intensiver im Geschmack als herkömliches Schweinefleisch.